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7 Lebensmittel, die du bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto meiden solltest, auch wenn du bisher dachtest, sie seien gesund

Kann uns vermeintlich gesunde Ernährung krank machen? Schätzungsweise 8 Millionen Deutsche leiden an Hashimoto Thyreoiditis. Rechnet man andere Schilddrüsenstörungen noch hinzu wie die „normale“ Schilddrüsenunterfunktion oder Struma-Erkrankungen, so geht man davon aus, dass mehr als 25 % aller Deutschen an einer Schilddrüsenstörung leiden.

Wenn es um hormonelle Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto geht spielt neben psychischem Stress auch körperlicher Stress eine große Rolle. Dieser kann zum Beispiel durch eine falsche Ernährung ausgelöst werden.

Leider können viele als „allgemein gesund geltende“ Lebensmittel deiner Schilddrüse mehr schaden als nützen. Wenn du also trotz gesunder Ernährung immer noch Symptome einer schwachen Schilddrüse hast (z.B. ständige Müdigkeit, Verdauungsprobleme (Blähungen), Haarausfall, Probleme abzunehmen oder unerfüllter Kinderwunsch), dann kann es sein, dass du „gesund“ neu definieren musst – nämlich in „gesund für deine Schilddrüse“. 😉

In folgendem Artikel stelle ich dir 7 Lebensmittel vor, die du bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto meiden solltest. Die entsprechenden wissenschaftlichen Studien zu den Zusammenhängen findest du zum Weiterlesen unter diesem Blogartikel verlinkt.

1) Soja (und auch andere Hülsenfrüchte)

Während Soja in Asien sehr beliebt ist und von den Asiaten auch gut vertragen wird, ist die Sojabohne und alle ihre Verarbeitungsprodukte wie Sojamilch, Sojasoße, Edamame, Miso, Tempeh etc. für die Funktion deiner Schilddrüse nicht ideal.

Soja enthält große Mengen an Isoflavonen, welche im Körper einen östrogenen Effekt haben. Diese Phytoöstrogene haben eine blockierende Wirkung auf die Produktion und Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen und gelten deshalb als Hormondisruptor Nr. 1 für die Schilddrüse.

Die negative Wirkung von Soja auf die Schilddrüse konnte in Studien sogar an gesunden Menschen festgestellt werden1, sodass man davon ausgehen kann, dass ein regelmäßiger Konsum von Sojaprodukten auch bei gesunden Menschen dazu führen kann, dass diese irgendwann an Schilddrüsenstörungen erkranken können.

Die Sojabohne zählt übrigens zu den Hülsenfrüchten, genauso wie zahlreiche Linsen und Bohnen. Leider können auch diese aufgrund der Anti-Nährstoffe nicht gut vom Körper verdaut werden und zu massiven Verdauungsproblemen führen. Unser Darm spielt aber eine wichtige Rolle, wenn es um die Gesundheit unserer Schilddrüse geht. In meinem Blogartikel „Wieso Deine Darmgesundheit essentiell für Deine Schilddrüsenfunktion ist + 3 Essensgewohnheiten, die Du meiden solltest“ erfährst du noch mehr über den Zusammenhang zwischen Darm und Schilddrüse.

2) Salat

Eines der Top-Diät-Gerichte ist glaube ich Salat. Oh wow, wie viel Salat ich früher gegessen habe:
…in der Kantine, weil ich die anderen Gerichte für ungesund gehalten habe,
…beim Italiener, weil ich dachte von Pizza werde ich dick, also lieber einen Salat bestellt,
…und in meiner Low Carb-Zeit war Salat eines der häufigsten Abendessen, die ich gegessen habe (zum Leid meiner Schilddrüse).

Es gibt natürlich hunderte von unterschiedlichen Salat-Möglichkeiten, auch schilddrüsenfreundliche Varianten, aber der Standard-Salat besteht ja in der Regel hauptsächlich aus Blattsalaten (z.B. Eisberg-Salat, Feldsalat, Lollo rosso…) und rohem Gemüse.

Und was soll daran jetzt ungesund sein? Hat doch kaum Kalorien!

Das stimmt, aber unser Körper braucht Kalorien und er lässt sich auch nicht austricksen, indem wir den Magen mit leerem Füllmaterial zustopfen.

Unsere Schilddrüse registriert das ziemlich schnell, dass der Magen zwar voll ist, aber keine wertvollen Kalorien folgen. Diese jedoch brauchen wir, um unseren Stoffwechsel am Laufen zu halten. Wenn die Schilddrüse merkt, dass kein neuer Brennstoff folgt, reguliert sie den Motor auf halbe Geschwindigkeit herunter – Schilddrüsenunterfunktion.

Hinzu kommt, dass Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto weniger Verdauungsenzyme produzieren2 und deshalb rohes Gemüse und Salat nur sehr schwer verdauen können. Kühe z.B. können das sehr gut, die haben aber auch mehrere Mägen und nehmen sich zusätzlich durchschnittlich 8 bis 11 Stunden Zeit die Nahrung zu kauen. Wahnsinn oder?

Deshalb freut sich deine Schilddrüse beim nächsten Italiener-Besuch statt auf Salat lieber auf Antipasti (gegrilltes Gemüse) mit Steak oder andere gekochte Leckereien.

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https://youtu.be/Ut-xy7XZe_E

3) Fluoriertes Salz

Fluorid wurde im Zusammenhang mit Karies als Nährstoff erstmals richtig bekannt. Fast jede Zahncreme, egal ob für Kinder oder Erwachsene enthält heute Fluorid, um ein Entstehen von Karies zu verhindern.

Genauso wurde irgendwann auch das deutsche Speisesalz fluoriert und mit einem positiven Zusatznutzen beworben. Auch heute noch gibt es namenhafte Salzhersteller, die fluoriertes Salz verkaufen, ohne einen Warnhinweis bezüglich Schilddrüse zu ergänzen.

Fluorid, und das wissen viele nicht, wurde früher von Ärzten an Patienten verschrieben, die unter einer Schilddrüsenüberfunktion litten, weil Fluorid die Produktion der Schilddrüsenhormone in der Schilddrüse hemmt.

Wenn wir jedoch an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, wollen wir ja nicht, dass noch weniger Hormone von der Schilddrüse produziert werden. Deshalb empfehle ich meinen Kundinnen immer auf fluoriertes Salz zu verzichten. Leider verwenden auch viele Restaurants, Imbisse und Kantinen fluoriertes Salz.

In manchen Ländern wird leider auch noch das Trinkwasser fluoriert, obwohl es in Studien erwiesenermaßen zu Schilddrüsenunterfunktion führen kann.3

Ich verwende übrigens schon seit vielen Jahren flouridfreie Zahncreme und bis jetzt wurde bei mir kein Karies diagnostiziert, aber das Thema Zähne ist noch mal ein ganz anderes. 😉

4) Nüsse & Kerne

Nüsse und Saaten enthalten neben Antinährstoffen wie der Phytinsäure, die deinem Darm große Probleme bereiten können, auch viele mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die als „allgemein gesund geltenden“ mehrfach ungesättigten Fettsäuren können leider auf unterschiedliche Weise deine Schilddrüsenfunktion stören:

1. Hemmen die Schilddrüse in der Produktion der Schilddrüsenhormone

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Nüssen oder pflanzlichen Ölen können wichtige proteolytische Enzyme hemmen, sodass die Schilddrüse an der Freisetzung der Schilddrüsenhormone (v.a. T4) gehindert wird.4

2. Stören die Umwandlung des inaktiven Schilddrüsenhormons T4 das aktive Schilddrüsenhormon T3

Nach der Herstellung des inaktiven Schilddrüsenhormons T4, muss dieses in das aktive Schilddrüsenhormon T3 umgewandelt werden. Dieser Prozess findet in der Leber mithilfe von Enzymen statt. Das wichtigste Enzym, die Deiodinase wird jedoch direkt blockiert5, wenn wir viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren über die Nahrung aufnehmen.

3. Blockieren den Transport von Schilddrüsenhormon T3 zu den Zellen und die Rezeptoren an den Zellen

Das aktive Schilddrüsenhormon T3 muss nach Umwandlung in der Leber zu den Zellen, also zum Wirkort transportiert werden. Hierfür werden spezielle Transportproteine benötigt, an die die Schilddrüsenhormone andocken können. In wissenschaftlichen Studien hat man festgestellt, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren diese Transportproteine direkt hemmen können, sodass der Transport der Schilddrüsenhormone gestört ist.6

Die wenigen Schilddrüsenhormone, die dann noch an der Zelle ankommen werden dann durch die Fettsäuren auch noch daran gehindert, in die Zellen einzudringen, indem die Schilddrüsenhormonrezeptoren an der Zelle von den Fettsäuren blockiert werden.7

Neben Nüssen und Saaten und ihren Milchen enthalten auch viele pflanzliche Öle wie die folgenden hohe Mengen an schilddrüsenblockierenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren:

  • Sonnenblumenöl
  • Rapsöl
  • Leinöl
  • Margarine

Aber auch das oft groß beworbene Fischöl enthält große Mengen mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die ebenfalls die oben genannten drei Schritte im Hormonkreislauf der Schilddrüse beachtlich einschränken können.

Eine viel bessere Fettquelle für deine Hormonproduktion ist daher Butter, Ghee oder z.B. Kokosöl.

5) Gemüse mit goitrogener Wirkung

Viele als besonders gesund geltende Gemüsearten wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi etc. können deiner Schilddrüse großen Schaden anrichten8 und deinem Vorhaben Abzunehmen damit mehr im Wege stehen als du denkst.

Die in dem Gemüse enthaltenden Pflanzentoxine wirken goitrogen d.h. sie blockieren die Jodaufnahme in der Schilddrüse. Wenn die Schilddrüse kein Jod aufnehmen kann, kann sie auch keine Schilddrüsenhormone produzieren. Dann ist es übrigens auch egal wie viel jodhaltigen Fisch und Algen wir essen, das Jod kommt nicht in die Schilddrüse.

Die Blockierung durch die Plfanzentoxine erfolgt übrigens auf zwei Wegen:

  1. Isothiocyanate und Thiocyanate sind zwei Toxine, die es der Schilddrüse erschweren den Nährstoff Jod überhaupt aufzunehmen, welchen die Schilddrüse zur Produktion der Schilddrüsenhormonen benötigt
  2. Thioharnstoffe und Oxazolidine blockieren direkt die Produktion von Schilddrüsenhormonen

Durch Kochen kann die goitrogene Wirkung teilweise reduziert werden, leidet man jedoch schon an einer Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto, sollte man die folgenden Kreuzblütler und Gemüse mit goitrogener Wirkung besser komplett meiden:

  • Kohlrabi
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Grünkohl
  • Rosenkohl

6) Vollkornprodukte

Vollkornbrot, von vielen Ernährungsberatern gerne empfohlen, ist ein typisch deutsches Phänomen. Während die Italiener ihr geliebtes Ciabatta-Brot nie gegen ein Vollkornbrot austauschen würden, sind viele Deutsche immer noch davon überzeugt, dass Vollkornbrot gesünder sei.

1939 wurde im nationalsozialistischen Reich der „Reichsvollkornbrotauschuss“ gegründet, um den Verzehr von Vollkornbrot in Deutschland zu fördern. Butter und andere fetthaltigen Lebensmitteln waren zu der Zeit kostbar und begrenzt, sodass man den Deutschen das fetthaltigere Vollkornbrot schmackhaft machen wollte.

Leider enthält Vollkornbrot sowohl viele Antinährstoffe wie Phytinsäure, die der Verdauung von Menschen mit Schilddrüsenproblemen große Probleme bereiten können. Zum anderen ist es reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche wie oben beschrieben den Schilddrüsenhormonstoffwechsel auf dreierlei Weise negativ beeinflusst. Auch die These, dass Vollkornbrot immer besser für die Blutzuckerregulation ist, ist mittlerweile widerlegt.9

7) Süßstoffe (inkl. Stevia, Erythrit, Xylit)

Da Zucker in den Medien aktuell als der Feind Nr. 1 präsentiert wird (völlig zu Unrecht), greifen immer mehr Frauen zu zuckerfreien Alternativen wie künstlichen Süßstoffen:

  • Aspartam
  • Acesulfam K
  • Stevia (Steviolglykosid)
  • Sucralose

oder Zuckeraustauschstoffe wie

  • Xylit
  • Eryhtrit
  • Sorbit

All diese Zuckerersatzstoffe haben, wie der Name schon sagt, das Ziel Zucker zu ersetzen. Man hat also das süße Gefühl im Mund, es kommen aber keine Kohlenhydrate in Form von Glukose oder Fruktose im Verdauungssystem an.

So clever, wie wir Menschen manchmal denken, dass wir unseren Körper austricksen können, so sehr leiden wir langfristig unter dieser Täuschung. Zum einen braucht unser Körper Zucker im Hormonumwandlungsprozess der Schilddrüsenhormone (z.B. Umwandlung von T4 in T3 in der Leber) und zum anderen kommen unsere Hunger- und Sättigungshormone durch dieses falsche Süßgefühl im Mund so aus der Balance, dass unser Blutzuckerspiegel langfristig völlig durcheinander gerät. Wir bekommen noch mehr Heißhunger auf Süßes und können gar nicht mehr aufhören zu essen.

Blutzuckerschwankungen und gestörte Hunger- und Sätttigungshormone können eine typische Ursache für Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion sein. Der vermeintlich gesunde Verzicht von Kohlenhydraten und Zucker (Low Carb, No Carb, Ketose) wirkt sich nachweislich negativ auf die Schilddrüsenhormone aus. 10,11

Als ich vor einigen Jahren angefangen habe, diese Zusammenhänge zu erforschen, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, warum ich so unter meiner Schilddrüsenunterfunktion und meinem Hashimoto leide. Warum ich so große Probleme hatte abzunehmen, obwohl ich mich doch so „gesund“ ernährt habe und warum mir ständig kalt war und mein Darm und meine Verdauung komplett kaputt waren.

Wenn du noch mehr über die schilddrüsenfreundliche Ernährung lesen willst, dann lies dir unbedingt folgenden Blogartikel „Die Wahrheit über Zucker! Warum Zucker essentiell für Deine Schilddrüse ist und warum ich durch zuckerfreie Ernährung meine Schilddrüse fast zerstört hätte.“ durch.

Für alle Lebensmittel gilt: Testen geht vor blindem Nachmachen. Lerne deinen Körper und deine Schilddrüse kennen. Höre deinem Körperfeedback zu, anstatt einfach nur blind Ernährungsplänen zu folgen. So kannst du z.B. direkt anhand von Puls- und Temperaturmessung prüfen, ob die Lebensmittel wirklich deine Schilddrüse hemmen oder nicht.

Wenn du mehr über mein Schilddrüsen-Coaching erfahren möchtest, dann sicher dir jetzt deinen Platz in meinem kostenlosen Schilddrüsenseminar „Die 3 Schlüssel für deine Schilddrüsengesundheit.“

Verwendete Studien:

1Ishizuki Y. et al. (1991): The effects on the thyroid gland of soybeans administered experimentally in healthy subjects. Nihon Naibunpi Gakkai Zasshi, May 20;67(5), pp: 622-9.

2 Ebert EC. (2010): The thyroid and the gut. J Clin Gastroenterol, July 44(6), pp: 402-6.

3Chaitanya NCSK et al. (2018): Systematic analysis on possibility of water fluoridation causing hypothyroidism. Indian J Dent Res, May-Jun, 29(3), pp:3 58-363.

4Fukusen N. et al. (1985): Inhibition of chymase activity by phosphoglycerides. Arch Biochem Biophys. Feb 15; 237(1), pp:118-23.

5Chopra IJ et al. (1985): Evidence for an inhibitor of extrathyroidal conversion of thyroxine to 3,5,3′-triiodothyronine in sera of patients with nonthyroidal illnesses. J Clin Endocrinol Metab, Apr;60(4), pp: 666-72.

6Tabachnick M. & Korcek L. (1986): Effect of long-chain fatty acids on the binding of thyroxine and triiodothyronine to human thyroxine-binding globulin. Biochim Biophys Acta. Apr 11;881(2), pp:292-6.

7Wiersinga WM et al. (1988): Inhibition of nuclear T3 binding by fatty acids. Metabolism. Oct;37(10), pp:996-1002.

8 Babiker A et al. (2020): The role of micronutrients in thyroid dysfunction. Sudan J Paediatr. 20(1), pp:13-19.

9Herden, B. (2020): Das Ende der Diätregeln, wie wir sie kennen. 10.11.2020 Welt.de (abgerufen am 24.03.2021)

10Bisschop PH et al. (2001): Isocaloric carbohydrate deprivation induces protein catabolism despite a low T3-syndrome in healthy men. Clin Endocrinol (Oxf). 2001 Jan;54(1), pp:75-80.

11Fery F et al. (1982): Hormonal and metabolic changes induced by an isocaloric isoproteinic ketogenic diet in healthy subjects. Diabete Metab. 1982 Dec;8(4), pp:299-305.

12 Comments

  • Tina

    Liebe Hanna,

    Danke für den interessanten Artikel.
    Ich bin jetzt glatt etwas durcheinder.;)
    In meinem Kinderwunsch Coachingn(bei dem wir auf normalen Weg versucht haben eine hormonbalance herzustellen)hab ich gelernt das Vollkornprodukte besser sind wie wie weissmehlprodukte. Langkettige Kohlenhydrate, haben mehr Nährstoffe und machen länger satt.
    Brot ,Nudeln,Reis gibt es bei uns fast nur noch als vollkornvariante . jetzt schreibst du das könnte für die schilddrüse nicht förderlich sein.
    Ich hab keine typische schilddrüsenüberfunktion, mein tsh liegt bei 2,7. Für den Kinderwunsch ist das aber ja nicht optimal und wir versuchen ihn jetzt auf 1,0 einzustellen.
    Soll ich jetzt am besten doch keine vollkornprodukte mehr essen?

    Nüsse waren immer mein gesunder Snack für zwischendurch. Auch nicht optimal.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Liebe Grüße Tina

    • Hannah

      Hallo Tina,

      toll, dass du den Kinderwunsch auf natürliche Weise angehst. Das ist so wertvoll und in meinen Augen viel nachhaltiger als dem Körper Hormone von außen zuzuführen, die ihn oft noch mehr verwirren und die natürliche Hormonproduktion durcheinander bringt.

      Perfekt, dass du die Schilddrüse mit einbeziehst. Sie spielt eine sehr wichtige Rolle beim Kinderwunsch, weil sie die größte Hormondrüse im Körper ist und die weiblichen Geschlechtsorgane maßgeblich beeinflusst.Ich würde mich hier nicht auf den TSH versteifen, weil er nicht wirklich viel über die Funktion der Schilddrüse aussagt und z.B. auch durch erhöhte Stresshormone sinken kann, was ja kontraproduktiv wäre.

      Vollkornprodukte und Nüsse sehe ich aus zwei Gründen nicht ideal beim Thema Kinderwunsch. Zum einen die blockierende Wirkung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf die Schilddrüsenhormonbildung, -umwandlung und -transport (siehe Studien oben). Die Fettsäuren aus Nüssen können auch das Verhältnis von Östrogen zu Progesteron beeinflussen zugunsten von Östrogen, was im Kinderwunsch oft auch gegenteilige Effekte mit sich zieht. Zum anderen enthalten sie Anti-Nährstoffe, sodass bei jeder Mahlzeit sowohl die Nährstoffe aus Vollkorn und Nüssen selbst als auch der anderen Lebensmittel, die man in der Mahlzeit zu sich nimmt binden und zudem die Verdauung erschweren.

      Am Ende gilt: Ausprobieren und den Körper entscheiden lassen, wie er darauf reagiert 😉

      Herzliche Grüße und wenn du tiefer einsteigen möchtest empfehle ich dir den Schilddrüsen Power Kurs,
      Hannah

  • Stefanie

    Oh man Hannah,

    Was kann ich denn dann noch essen?!?!
    Ich bin vegan und für uns ist es wichtig unseren Proteinbedarf über Hülsenfrüchte zu decken. Und Fette über Nüsse, Öle und Same. Kohlenhydrate über Volkorn. Auch Süßstoffe sind in meinem Ernährung, da raffinierter Haushaltszucker nunmal wirklich das größere Übel ist.
    Ich bin nun über die Maßen verwirrt. Und verzweifelt.
    Was darf ich denn nun essen?

    Viele liebe Grüße aus Mexico
    Steffi ‍♀️

      • Stefanie

        Hallo Hannah,

        Danke dir für die Rückmeldung.

        Hab im Mai 2020 meine SD-Tabletten (50mg) abgesetzt und fühle mich eigtl toll.
        Auch die vegane Ernährung und das intermittierende Fasten bekommt mir eigtl super (denke ich?!)
        Nur zwei Sachen irritieren mich aktuell: meine Periode bleibt seit 2 Monaten aus (was seeehr ungewöhnlich ist, eigtl bin ich da wie ein Schweizer Uhrwerk) und es erscheint unmöglich abzunehmen, was ich aber sollte.

        Da ich keinen Stress habe und auch keinen Lichtmangel, wollte ich nun über die Ernährung versuchen zu steuern, falls ich tatsächlich wieder in eine Unterfunktion gerutscht sein sollte.

        Allerdings würde ich die vegane Ernährung gerne beibehalten, brauche nun aber unbedingt eine andere Proteinvariante.
        Kannst du da was aufzählen?

        • Hannah

          Hallo Stefanie,

          ja, das verstehe ich. Das Ausbleiben der Periode ist schon ein deutliches Zeichen, dass der Körper im Stress ist und aktuell nicht mehr für eine Empfängnis bereit wäre (keine Periode, kein Eisprung, keine mögliche Schwangerschaft). Stress entsteht nicht nur mental (Stress an der Arbeit, in der Familie etc.), sondern kann auch durch fehlende Nährstoffzufuhr oder Fasten entstehen. Gerade beim intermittierenden Fasten wird viel Cortisol und Adrenalin morgens ausgeschüttet. Wir fühlen uns dann „voller Energie“, aber nur weil wir „auf Stresshormonen“ laufen. Dadurch nehmen wir vielleicht sogar kurzfristig ab (oft auch Muskelmassen), langfristig aber eher zu.

          Das ist tatsächlich das große Problem an der veganen Ernährung (neben mangendem Vitamin A für die Hormonproduktion), dass die Eiweißaufnahme aus Hülsenfrüchten bei vielen Frauen zu hormonellen und Stoffwechselproblemen führen kann. Die einzigen Eiweißquellen, die ich empfehlen könnte wäre Kartoffeleiweiß und Eiweiß aus Pilzen, aber das ist super schwierig, damit den Eiweißbedarf von min. 80-100 g / Tag zu decken, weshalb ich eine vegane Ernährung persönlich nicht mehr empfehle.

          Herzliche Grüße und alles Gute für dich,
          Hannah

    • Hannah

      Hallo Marlies,

      um so wichtiger, die linke Seite optimal zu versorgen.

      Herzliche Grüße und viel Spaß beim Umsetzen der Tipps,
      Hannah

      • Michaela G.

        Hallo,
        Ich bin schon seit Jahren in einer Unterfunktion (Haschimoto) und habe seit 2017 einen schlauchmagen und mit dieser Hilfe von 190kg auf 110 kg abgenommen. Leider bin ich mit dem Gewicht wieder auf 125 kg hoch gekommen und das obwohl ich mich nicht anders ernähre und ziemlich wenig esse ( wahrscheinlich zu wenig um abzunehmen) aber ich KANN nicht viel Essen. Ich nehme im Moment 250 Mikrogramm. Ich habe Haarausfall Verdauungsstörungen Haut Jucken und noch einiges mehr. Aber wenn ich den Arzt auf haschimoto anspreche dann tut er es immer ab die Schmerzen und all das andere kann NICH dadurch entstehen. Vielleicht ist es möglich mir einen Arzt oder Klinik zu empfehlen in der ich endlich einmal Ernst genommen werde.
        Entschuldige den langen Text aber ich hoffe du kannst mir (auch den kleinsten) Tipp geben.
        Dankeschön und alles gute
        Michaela

        • Hannah

          Hallo liebe Michaela,

          die Schilddrüse ist unsere größte Hormondrüse und beeinflusst unseren kompletten Stoffwechsel. Viele der von dir beschriebenen Symptome können damit zusammenhängen. Unter folgendem Blogartikel erfährst du, wie du in 3 Steps den richtigen Arzt für deine Schilddrüse findest: https://hannahhauser.de/schilddruesenarzt/

          Wenn du mehr darüber erfahren willst, warum zu wenig essen dem Stoffwechsel langfristig eher noch schaden kann, kann ich dir mein kostenloses Seminar empfehlen:

          https://hannahhauser.de/online-seminar

          Herzliche Grüße und alles Gute für dich,
          Hannah

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